Automated Composites Manufacturing Technology Centre

Zentrum für Automatisierte Composite-Produktionstechnologien (ACM-TC)

Hin zur Automatisierung der Produktion von Verbundwerkstoffen

Das Zentrum für Automatisierte Composite-Produktionstechnologien (ACM-TC) wurde im Jahr 2004 am National Aerospace Laboratory in den Niederlanden (NLR) gegründet, um den Weg in Richtung automatisierter Herstellung von hochentwickelten Verbundstoffstrukturen zu ebnen, weitgehend für die "Composite"-Industrie, aber auch für Unternehmen, die mit diesem Material noch nicht so vertraut sind. Das Zentrum vereint die ergänzende Forschungskapazitäten von Forschungszentren, Universitäten und spezialisierten Kleinunternehmen und aus den Branchen als Mitglieder wurde ein Konsortium gegründet.

Pionier-Technologie, um Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen

Die Vision des ACM-TC ist die "Entwicklung von innovativen Fertigungstechnologien für Verbundstoffe mit dem Potential zur Automation" und damit "die Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitglieder zu stärken", indem die angewandte Forschung und Entwicklungsprogramme bis zur Ebene von vollwertigen Prototypen durchzuführen.

Eine Zusammenarbeit der Partner mit ergänzenden Fähigkeiten

ACM-TC ist eine Kooperation, die durch die Partner und Mitglieder gebildet wird. Partner bieten Dienstleistungen und Einrichtungen, um der Industrie durch Beiträge oder die Durchführung von Forschungsprojekten zu helfen, sich für die automatisierte Produktion von Verbundwerkstoffen vorzubereiten. Mitglieder sind die Branchen, die aktiv neue Automatisierungstechnologien zur Herstellung von Verbundwerkstoffen verfolgen. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf nationale Ebene, ACM-TC ist bestrebt, die Zusammenarbeit international zu erweitern.

Verständnis für die Fabrikations-Technologien entwickeln

Das primäre Ziel des ACM-TC ist der Einblick in automatisierte Herstellungstechniken von Verbundwerkstoffen, den Branchen entwickeln müssen, bevor Sie neue Technologien für Ihre besonderen Anwendungen nutzen können. Dies wird erreicht, indem das Fachwissen und die Einrichtungen bereitgestellt werden, die für die Entwicklung von automatisierten Fertigungstechnologien für hochentwickelte Verbundwerkstoffe unabdingbar sind. Dadurch können die meisten Aspekte im Zusammenhang mit der Implementierung der Technologie in der Industrie abgedeckt werden, bevor Großinvestitionen vorgenommen werden. Vollwertige Prototypen herzustellen und Vorserien können die neuen Konzepte überprüfen.

Erschwinglichkeit

Der primäre Antrieb nach kostengünstigen Leichtbaukompositstrukturen hat zu einer Reihe von neuen Technologien mit Potential für die Automation geführt. Für duroplastische Materialien kann mit automatisierter Formling-Fabrikation kostengünstige Fertigung ermöglicht werden, z.B. Geflecht und automatisierte Tow-Platzierung (Faserbündel), gefolgt von einer der verschiedenen Techniken zur Harz-Injektion. Eine kostengünstige Produktion von thermoplastischen Komponenten kann durch das Pressformen und durch Faserplatzierung mit sofortiger Verhärtung erreicht werden. Andere Prozesse können die Verwendung eines Autoklaven verlangen. ACM-TC und seine Partner bieten das Fachwissen und die Einrichtungen für alle diese Techniken.

Einrichtungen des ACM-TC

Der Kern des ACM-TC ist die Forschungseinrichtung für die Fertigung von Verbundwerkstoffen am NLR. Mit der finanziellen Unterstützung der Landesregierung wurde eine automatisierte Faserplatzierungsmaschine von Automated Dynamics (ADC) beschafft, die 2005 beim NLR ankam. Die starke Rückendeckung von einer Reihe von industriellen Mitgliedern war ausschlaggebend für diese Beschaffung. Andere Ausrüstung besteht aus einer automatisierten RTM-Maschine mit vollständigen Prozessüberwachungs- und steuerungsfunktionen, einem Autoklaven, einem C-Scan und Reinräumen sowie einen gut ausgestattete Testgebäude, umMaterialprüfungen und ztrukturelle Zertifizierungsprogramme durchführen zu können. Neben den Einrichtungen am NLR bringen die Partner des ACM-TC ihre spezifischen Vorrichtungen ein, wie Flechtmaschinen bei Eurocarbon und Einrichtungen zur Grundlagenforschung an den Universitäten von Delft und Twente.

Verträge und Projekte

Gemeinsam mit Branchen mit einen konkreten Bedarf führt das ACM-TC Forschungs- und Entwicklungsprojekte (R&D) durch. Es wird ein Konsortium gebildet und ein gemeinsamer Forschung-Vorschlag formuliert und zur Finanzierung vorgeschlagen. Die Industrie hat Vollzugriff auf die Einrichtungen, wo die Entwicklungen stattfinden. Mit eigenen Mitteln oder mit einzeln beschaffter Finanzierung führen die Partner des ACM-TC auch unabhängige Forschungsprojekte durch, als Erweiterung der Funktionen des ACM-TC oder um neue Technologien zu erkunden. Die Teilnahme an EU-Projekten wird auch verfolgt. Zweimal jährlich werden Workshops für alle Teilnehmer durchgeführt, um nichtvertrauliche Projektergebnisse vorzustellen, die Diskussion anzuregen, neue Forschungsthemen zu definieren und neue Chancen zu entwickeln.

Aktivitäten innerhalb des ACM-TC

Innerhalb des ACM Technologie-Zentrums werden die folgenden Aktivitäten durchgeführt:

- Forschung und Entwicklung

  • Grundlagenforschung bezüglich neuer Technologien für automatisierte Herstellung von Verbundwerkstoffen
  • Machbarkeits- und Trade-off-Studien für spezifische Anwendungen
  • Technologievorführungen auf Komponentenniveau
  • Konzept- und Prototypenentwicklung für automatisierte Herstellung von Verbundwerkstoffstrukturen
  • Kleinserienproduktion

- Europäisches Demonstrationszentrum für die automatisierte Faserplatzierungsanlage von ADC

- Ausbildung über Kurse und Studentenprojekte

Unterstützung für die „Region“ und für „kleine und mittlere Unternehmen“


Partner Expertise
Ten Cate Advanced Composites Thermoplastic materials
Stork Fokker AESP Aero-Structures
Stork SP Aerospace B.V. Landing gears
Dutch Space Space Structures
Eurocarbon B.V. Braiding technology
Airborne International Composite structures
Futura Filament wound structures
SKF Dutch Skil B.V. Offshore, Windturbine Technology

Original document: http://www.nlr.nl/smartsite.dws?id=9053